Die Elstorfer Pastoren von 1543 bis heute

Seit dem Amtsantritt von Pastor Bernhard Lagemann am Himmelfahrtstag 1543, haben wir einen lückenlosen Nachweis über die Pastoren und Pastorinnen unserer Gemeinde bis in unsere Gegenwart.

Urheberrecht: Dieter Pintatis

Seit 1543: Bernd Lagemann

Im Visitationsbericht 1566 : Patron der Kirche ist S. Nicolaus

1572 - 1616: Christoph Frohne

1616 - 1638: Hinrich Mechow

Als junger Pastor stand er dem alten, körperlich geschwächten Christoph Frohne zur Seite, ab 1624 wurde Hinrich Mechow alleiniger Stelleninhaber. Seine Zeit fällt in den Dreißigjährigen Krieg

1638 - 1671: Christoph Bauknecht

Aus seiner Zeit stammt unser ältestes Kirchenbuch, nämlich aus dem Jahre1640. Von diesem Zeitpunkt an haben wir einen fast lückenlosen Nachweis, wer in unserer Gemeinde geboren und gestorben ist und wer hier geheiratet hat.

1672 – 1676: Joachim Meinecke

1676 - 1718: Christoph Reibestahl

In seine Zeit fällt die Renovierung der Kirche in der Gestalt, wie sie heute noch zu sehen ist.

1718 – 1725: Georg Wilhelm Haber

1725 – 1774: Justus Konrad Wedekind

Mit 50 Jahren Amtstätigkeit der am längsten in unserer Gemeinde tätige Geistliche. In seiner Dienstzeit fällt von 1742-1745 der Bau eines neuen Pfarrhauses.

1775 – 1799: Friedrich August Peters

Seit seiner Amtsführung steht bei den Neugeborenen nicht nur der Name des Vaters und der Taufpaten, sondern auch der Name der Mutter. Außerdem gibt er bei den Gestorbenen auch immer die Todesursache an.

1800 – 1807: Johann Wilhelm Christian Eberhard Friederich

In seine Zeit fallen die ersten Überlegungen, folgende Dörfer des  Kirchspiels Sinsdorf nach Elstorf umzugemeinden: Neugraben  (Amt Harburg), Alt- und Neuwiedenthal und Hausbruch. Diese Umpfarrung fand dann erst 100 Jahre später statt und geschah, kurz bevor sich die Kirche von Neugraben trennte.

1807 – 1826 Johann Samuel Ludwig Nöldeke

Sein Wirken wird im Kirchenbuch mit folgenden Worten gewürdigt: „Er, der reichlich gesät hat, wird auch ernten im Segen. Seine Werke sind ihm in die Ewigkeit nachgefolgt“.

1826 – 1839: Johann Friedrich Carl Meyer

1839 – 1851: Christian Eduard Bühring

Als Folge der Revolution 1848 fällt in seiner Zeit die Bildung von Kirchenvorständen.

1851 – 1856: Leopold Julius Schultze

1856: Heinrich Friedrich Haccius

1856 - 1867Johann Heinrich Louis Hoppe

Kümmerte sich um das verwahrloste Pfarrland, das er wieder herrichtete und ertragreich machte. Nichtsdestoweniger war ihm auch an einer fruchtbaren Gemeindearbeit gelegen, die er in enger Verbindung mit Ludwig Harms und der Hermannsburger Mission suchte.

Erinnerungen an Elstorf

1867 – 1877: Heinrich Wilhelm Theodor Adolf Walbaum

1877 – 1887: Friedrich Johannes Kastropp

1888 – 1900: Gustav Adolf Oehlmann

Ihm lag besonders der Bildungsauftrag der Kirche am Herzen. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Pfarrhaus fast zu einer Art „Privatschule“ Bis zur Seminarreife konnten sich die Konfirmierten weiterbilden. Leider galt dieses Angebot nur für Jungen.

1900 – 1911: Wilhelm Emil Rudolf Boes

1912 – 1914: Claus Oskar Umland

Gestorben als Kriegslazarett-Pfarrer am 30.12.1914 in Hirson, Frankreich

1915 – 1918: Hans Theodor Hoppe

1918 – 1929: Gerhard Friedrich Ludwig Schriever

Hatte ein Herz für die Jugendarbeit. Als er anschließend in Moisburg die Pfarrstelle übernahm, wurde er Kreisjugendpastor. Er blieb der Kirchengemeinde in Elstorf verbunden, da er immer wieder Vakanzzeiten in Elstorf ausfüllen musste.

Erinnerungen an Pastor Schriever

1929 – 1936: Adolf Arnold Enno Langelotz

Seine Amtszeit fällt in die Zeit der Herrschaft der Nationalsozialisten Er litt unter der Denunziation der Lehrerschaft des Kirchspiels, die Auszüge. seiner Predigt der Gauleitung meldeten und ihm eine „undeutsche Haltung“ vorwarfen. Auch beklagte er die mangelnde Unterstützung des Kirchenvorstandes. Wie ein Kirchenvorsteher sich offenbarte, haben sie sich alle aus Parteigründen wählen lassen.

1937 – 1947: Georg Karl Emil Hermann Jacobi

Konnte in der kurzen Zeit bis zum Kriegsbeginn 1939 keine großen Akzente setzen. Als Soldat in Holland verwundet, war er anschließend in Frankreich und  dann als Kriegspfarrer  bis zum Kriegsende im Osten eingesetzt. Er kam in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im August 1945 entlassen wurde. Weil er sich in Elstorf dem erschwerten Neubau des Pfarrhauses nicht aussetzen wollte, wechselte er in die Gemeinde Erbsen/Northeim.

Pastor in einer schwierigen Zeit

1948 – 1951: Hans Diercks

Unter seiner Regie wurde das neue Pfarrhaus gebaut. Verunglückte mit dem Motorrad tödlich in Neugraben.

1951 – 1961: Hans Emil Reinhold Friedrich Schönberg

In seiner Dienstzeit fallen die Reparaturen der Kriegsschäden an der Kirche, und die Erneuerung des Tonnengewölbes. Weitere acht Jahre tat er Dienst in Neugraben, dort verunglückte er tödlich bei der Überquerung der Straße.

1963 – 1986: Heinz Ernst Johannes Bargenda

In seine Zeit fällt die Innenrenovierung der Kirche und der Bau des Gemeindehauses.

1987 – 2010: Dr. Günter Otto Benjamin Scholz

Durch die vielen neuen Aktivitäten, Kreise und Gruppen wurde 1993 das Gemeindehaus erweitert.

ab 2011: Ruth Stalmann-Wendt