Indien-Patenschaft

Die Menschen aus dem Stamm der Koyas entlang des großen Flusses Godavari (Süd-Indien) sind Adivasis, Ureinwohner Indiens.
Ehemals lebten sie von der Jagd, den Früchten des Waldes und kleiner Landwirtschaft. Jetzt müssen sie auf einst eigenem Land um ihr Überleben kämpfen und auf den Feldern der Reichen arbeiten.
Damit das Geld reicht, sind die Familien gezwungen auch die Kinder zur Arbeit zu schicken. Um dies zu verhindern, betreibt die E.-luth. Kirche des guten Hirten (GSELC) mehrere Kinderheime und bezahlt Lehrer, die dort unterrichten. Möglich wird dieses nur durch die Hilfe aus Deutschland.

Seit 1998 unterstützt die Kirchengemeinde Elstorf das Kinderheim in G.K.Padu und Arukuru. Hier werden 56 Kinder von einem Betreuer und zwei Köchen versorgt und begleitet. Zwei Lehrer unterrichten die Kinder bis zur 6. Klasse Kinderheim und Schule sind in einem festen Gebäude untergebracht. Die Kinder kommen aus G.K.Padu und den umliegenden Dörfern und hätten ohne das Kinderheim keine Chance, die Schule zu besuchen.

 

Besuch in GK Padu/Indien 2013 - Bericht von Dieter Pintatis -

Gegen 20.00 Uhr erreiche ich im Dunkeln (ab 18.00 Uhr setzt die Dämmerung ein) das Kinderhostel in GK Padu. Am Eingang des Geländes stehen schon die Kinder mit den Lehrern und Erziehern, empfangen mich mit Gesang und Blumenschmuck und geleiten mich zum Hostel.

Am nächsten Morgen sehe ich das Hostel und das Gelände bei Tageslicht. Auf einer freien Fläche haben Bauern aus dem Dorfe ihre Chilischoten zum Trocknen ausgebreitet. Ein farbenfrohes Bild.

Das Hostel macht einen guten Eindruck. Es wurde frisch gestrichen, ebenso die Kirche. Im Hostel leben 40 Kinder, die aus armen Familien der Umgebung kommen. Die Kleinen, 1-5 Schuljahr, besuchen im Dorf die Primary-School (Grundschule), die Älteren, 6-10 Schuljahr, die High School (der Realschule vergleichbar). Leider fehlt oft in den Familien das nötige Geld, um die Kinder anschließend weiter aufs Collage oder auf die Universität zu schicken.
So heiraten manche Mädchen nach dem Schulabschluss wie z.Bsp. Pushpa, die ich schon seit 11 Jahren kenne. (Im Gegensatz zu den in Indien üblichen arrangierten Ehen, sagte Pushpa zu mir, das sie ihren Mann aus Liebe geheiratet hat ). Mit 17 hat sie nun ihren ersten Sohn, der Vater arbeitet als Kuli auf dem Feld. Sein Tagesverdienst liegt bei 100 Rupien am Tag, das sind ca. 1,40 €.

Zwei Lehrer, ein Warden (Erzieher) und eine Köchin betreuen die Kinder im Hostel, die sich tagsüber in der Schule aufhalten. Aber zum Spielen bleibt auch Zeit. Mit Spenden aus Elstorf konnte ich vor Ort Spielgeräte kaufen, wie Federballspiele, Springseile, Wurfringe und einen Kricketschläger mit Bällen.
Eine Leidenschaft der Kinder (man kann sagen ganz Indiens) ist der Tanz. Neben den traditionellen Tänzen setzen sich immer mehr die modernen Tänze durch, die die Kinder im Fernsehen sehen.

Auf diesem Wege möchte noch einmal Dank sagen an die Spender unserer Kirchengemeinde Elstorf, die schon seit 13 Jahren das Hostel sponsern. Ich konnte mich wieder überzeugen, dass das Hostel gut geführt wird, die Kinder alles Notwendige erhalten und gut betreut werden.

 

 

Wie sie helfen können:

Je Kind und Monat werden 30,-- € benötigt.
Darin enthalten sind alle Kosten incl. Gehälter, Lebensmittel, Unterkunft und Verpflegung.

Konto: Evangelische Jugend Elstorf
Kto. 1100 851 200
Volksbank Lüneburger Heide
BLZ: 240 603 00
Vermerk: „Kinderheim G.K.Padu“

 

Filme aus G.K.Padu (Achtung groß!): Film 1 (8 MB), Film 2 (5 MB)

weitere Informationen unter: www.fmd-online.de

 Bilder aus G.K. Padu


Schulgebäude und Kirche G.K.Padu.


Gottesdienst in der Kirche


Schülerinnen im Schlaf- und Aufenthaltsraum


Was gibt es da wohl zu sehen?


Grundschule


Realschule


Kinder des Hostels


Kinder, Lehrpersonal und Mitarbeiter

 

24.04.2013