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Hilfe für Tschernobyl-Kinder

|   News aus Elstorf

Unterstützen Sie die Aktion des Kirchenkreises durch Spenden oder durch die Aufnahme eines Ferienkindes!

Die Luft ist für jeden gleich schlecht

Diesen Satz sagte eine Großmutter aus der Region Gomel in Weißrussland auf die Frage, warum Kinder aus gut gestellten Familien genauso wie die aus weniger gut betuchten Verhältnissen jedes Jahr wieder nach Deutschland kommen, um an der Ferienaktion für Tschernobyl-Kinder teilzunehmen. „Die Luft ist für jeden gleich schlecht.“

Deshalb ist es auch nach über 30 Jahren noch wichtig, Kindern Erholung in einem gesunden Umfeld zu bieten. Immer noch werden Kinder mit Missbildungen geboren, immer noch greift die Radioaktivität das Immunsystem der Menschen an, die in der Nähe der Sperrgebiete in der Ukraine und in Weißrussland leben. Und das wird noch lange so bleiben – Radioaktivität geht nicht einfach wieder weg wie Windpocken.

Auch in diesem Jahr kommen wieder Kinder zu uns in den Kirchenkreis – die Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist nach wie vor aktiv. Und lebt davon, dass es Menschen gibt, die Kinder und Dolmetscher aus der Region Gomel bei sich zu Hause aufnehmen, ihnen für vier Wochen ein Familienleben in der Fremde bieten.

Wie sieht so ein Ferienaufenthalt aus? Erfahrene Gasteltern empfehlen, zwei Kinder pro Familie aufzunehmen. So können sie miteinander spielen und haben einen Partner, der ihre Sprache spricht.

Wie funktioniert es mit der Verständigung? Auch hier gibt es wunderbare Erfahrungen in den Familien: Auch wenn man nicht die Sprache des anderen spricht – mit Gebärden und gutem Willen bauen sich die Verständigungsschwierigkeiten wie von selbst ab. Und dann gibt es ja auch noch die Dolmetscherinnen, die jederzeit angerufen werden können und dann Hilfestellung geben.

Müssen Gastfamilien den Aufenthalt organisieren? Nein – müssen sie nicht. Eine Arbeitsgemeinschaft in unserem Kirchenkreis hat bereits ein vielfältiges und buntes Ferienprogramm organisiert, in dem auch ein einwöchiger Aufenthalt an der See inbegriffen ist. Die jodhaltige Luft tut den Kindern gut und der Aufenthalt in einer Jugendherberge trägt viel zum Gemeinschaftsgefühl bei. Die Kinder fahren gemeinsam mit den Dolmetschern und einer Begleitperson des Organisationskomitees unseres Kirchenkreises dorthin. In den übrigen drei Wochen gibt es viele Veranstaltungen, zu denen auch die Gastfamilien selbstverständlich eingeladen sind. Die Teilnahme ist natürlich freiwillig.

Was ist, wenn „mein“ Ferienkind krank wird? Dafür ist gesorgt – die Arztrechnungen werden an die Koordinatorin des Kirchenkreises gegeben, die diese dann dem Kirchenamt zur Begleichung vorliegt. Niemand muss in Vorkasse treten. Alle Kinder sind kranken-, unfall- und haftpflichtversichert.

Muss ich einen Kochkurs für weißrussische Küche machen, damit sich „mein“ Ferienkind bei uns wohl fühlt? Nein – auch das ist nicht nötig. Es gibt kaum Unterschiede zu unserer regionalen Küche, und Kartoffelgerichte essen die Kinder besonders gern. Da sich aber auch der Gesundheitszustand der Kinder bessern sollte, ist es natürlich vorteilhaft, ihnen vitaminreiches Essen zu servieren. Aber auch ein Eis hat ja Vitamine…

Die wichtigste Frage ist jedoch: Wann geht es los? Vom 03. Juni bis einschließlich 01. Juli 2020 werden die Kinder zu uns in den Kirchenkreis kommen.

Diese Aktion wird von unserer Landeskirche unterstützt. Damit die Kinder aber auch weiterhin mit einem bunten Ferienprogramm erfreut werden können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wenn Sie sich angesprochen fühlen und gern spenden würden - hier ist unsere Bankverbindung: Spendenkonto Landeskirchenkasse IBAN: DE45 5206 0410 0000 0069 55, Evangelische Bank, Stichwort: "Medizinische Hilfe Gomel".

Falls Sie sich gern über diese Aktion informieren möchten, sprechen Sie mich gern an. Sie erreichen mich unter der Mobil-Nr. 0151/708 74 785 oder per Mail unter der Adresse Martina.Wuestefeld(at)kirchengemeinde-hittfeld.de.

Herzliche Grüße, Ihre Pastorin Martina Wüstefeld

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Foto: Peter Becker von der Arbeitsgemeinschaft der Gasteltern